34 Fahrradmaßnahmen für Darmstadt

Die Verkehrswende nimmt jetzt richtig Fahrt auf. Zusätzlich zu den 5 Verkehrsversuchen, die am Montag veröffentlicht wurden, gehen wir mit 34 weiteren Maßnahmen im ganzen Stadtgebiet ins Rennen.

Auf der Agenda stehen:

  1. Raddirektverbindung DA/FFM/Wixhausen
  2. Fahrradstraße Schreberweg
  3. Radführung Arheilger Str. / Schreberweg
  4. Fahrradstraße Alsfelder Str
  5. Radführung Bürgerpark
  6. Aufwertung Fahrradstraße Pankratiusstr.
  7. Radführung Jägertorstr
  8. Geh/Radweg Kranichsteiner Str
  9. Radweg Waldkolonie Riedbahn
  10. Fahrradstraße Im Harras
  11. Radführung Mainzer Str/Pallaswiesenstr.
  12. Fahrradstraße Mornewegstr.
  13. Radführung Bleichstr. / Steubenplatz
  14. Radführung Grafenstraße, bei Klinikum
  15. Radführung Zeughausstr.
  16. Radführung Dieburger Str.
  17. Radführung Rheinstr. West
  18. Radführung Rheinstr. Ost
  19. Radführung Landgraf-Georg-Str.
  20. Kreuzung LGS / Pützer / Teichhaus
  21. Geh/Radweg Albert-Schweitzer-Anlage
  22. Radführung Hügelstr
  23. Finaler Ausbau Zimmerstraße
  24. Radführung Teichhausstr
  25. Querung Eschollbrücker / Albert-Schweitzer-Anlage
  26. Radführung Eschollbrücker
  27. Radführung Heinrichstraße
  28. Radweg Roßdorf
  29. Radführung Heidelberger Str./ Hermannstr
  30. Geh/Radweg Heidelberger Str./ Cooperstr.
  31. Radführung Heidelberger Landstr.
  32. Radführung Ludwigshöhviertel
  33. Fahrradstr. Heinrich-Delp-Str
  34. Radführung Pfungstädter Str.
  35. weitere Maßnahmen (Kleinprojekte, Radparken, Deckensanierungen usw.)

Weitere Informationen

Demo für 1,5 m Überholabstand: Freitag, 29. Mai, 11:45 Uhr

Liebe Unterstützer*innen,

am morgigen Freitag steht unsere nächste Radentscheid-Aktion ab 11:45 Uhr in der Klappacher Str. 172 an. Zusammen mit dem ADFC, der HEAG mobilo und der Stadt Darmstadt weisen wir auf die neue Regelung zum Überholabstand hin. Mit der StVO-Novelle ist jetzt erstmals verbindlich vorgeschrieben, dass Radfahrende und Fußgänger*innen innerorts nur noch überholt werden dürfen, wenn mindestens 1,5 m Abstand gehalten wird, außerorts sind es wegen der höheren Geschwindigkeiten sogar mindestens 2,0 m. Nicht allen Verkehrsteilnehmenden ist das bewusst. Deshalb fahren ab sofort einige Busse der HEAG mobilo mit passender Beklebung durch die Stadt, die auf die neuen Regeln aufmerksam macht.

Am Freitag Vormittag stellen wir die Kampagne auf dem Betriebshof der HEAG mobilo am Böllenfalltor der Öffentlichkeit vor. Um 11:45 Uhr fahren wird dann mit unsern Rädern und einem Bus als Kolonne zum Schloss. Komm mit und zeige, dass Überholabstand wichtig ist, damit alle sicher am Ziel ankommen!

Natürlich dürfen auch Kontrollen durch die Polizei in Zukunft nicht fehlen. Besonderes in engen Straßen wie der Bismarckstraße kann rechtlich gesehen kein Fahrrad auf dem Schutzstreifen überholt werden, weil der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann.

Umgekehrt bleibt es weiterhin möglich, an roten Ampeln vorsichtig rechts von stehenden Autos mit dem Fahrrad nach vorne aufzuschließen, wenn genügend Abstand zwischen Auto und Bordstein bleibt.

Zeit: Freitag, 29. Mai 2020, 11:45 Uhr
Treffpunkt: Klappacher Straße 172 vor dem HEAG-Betriebshof

Bitte tragt eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Temporäre Spielstraße in der Wenckstraße

Derzeit bildet sich ein Bündnis für eine Aktion temporäre Spielstraße am Sonntag, 17. Mai von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Darmstädter Martinsviertel, genauer in der Wenckstraße zwischen Pankratiusstraße und Heinheimer Straße. Ganz in der Nähe liegt der Riegerplatz.

An dem Tag sollen für sechs Stunden mal keine Autos in der Straße stehen und die Kinder Vorrang haben, um ungestört zu spielen und zu toben. Wie ihr wisst, sind öffentliche Kinderspielplätze im Moment nicht alle ohne Einschränkung nutzbar, Kitas und Grundschulen haben geschlossen und damit auch die Spielplätze auf dem zugehörigen Gelände.

Die Veranstaltung ist ein Auftakt und wenn es gut klappt, können wir sicher auch noch in anderen Straßen in anderen Teilen der Stadt etwas machen. Wie immer, wenn man etwas zum ersten Mal macht, ist ein breiteres Bündnis von Interessierten und Aktiven nötig. Sobald sich die Idee erstmal etabliert hat, wird es viel leichter.

Wir wollen dann ein Vorbereitungstreffen am Mittwoch, 13. Mai 2020 ab 19:00 Uhr online machen. Dazu braucht ihr keine weitere Software, einfach mit dem Browser auf http://konferenz.vcd-darmstadt.org/ und werdet weitergeleitet. Wenn ihr kein Mikrofon am Computer habt, könnt ihr euch über den Link auch eine Telefonnummer abrufen und euch so einwählen.

Radstrategie in der StaVo / Erfolge auf der Straße

Liebe Unterstützer*innen,

der Radverkehr kommt dank der über 11.282 Unterschriften und vielen ehrenamtlichen Stunden voran.

Am morgigen Dienstag, 18. Juni trifft sich ab 16:00 Uhr die Stadtverordentenversammlung und beschließt die neue Radstrategie. Die Sitzung ist wie immer öffentlich im Justus-Liebig-Haus und jede*r kann den Termin von der Zuschauertribüne verfolgen. Komm gerne vorbei!

Der genaue Beschlussvorschlag und ein Bericht, was im ersten Quartal auf die Straße gekommen ist, findet sich auf der Website der Stadt. Wie ihr vielleicht in der Zeitung gelesen habt, gibt es an einigen Punkten noch Nachbesserungsbedarf.

Das Papier ist in seiner aktuellen Form ein riesiger Schritt nach vorne und wir sehen den neuen Mut der Stadt und guten Willen, spürbare Verbesserungen für den Radverkehr tatsächlich umzusetzen. Die Strategie ist ein Ergebnis der bisherigen Verhandlungen des Radentscheides mit der Stadt. Im Dokument werden Standards definiert, die für Darmstadt eine neue Qualität von Radwegen bedeuten werden.

Der geschützte Radfahrstreifen in der Rheinstraße ist der sichtbarste Beitrag, die vielen Details wie verbesserte Aufstellflächen an Kreuzungen, geöffnete Einbahnstraßen und strategisch gesetzte Poller springen euch häufig auf euren täglichen Wegen ins Auge.

Mit dem Beschluss sind die Verhandlungen aber bei weitem noch nicht abgeschlossen. Uns fehlen beispielsweise Zusagen zur Sicherung von Radwegen gegen parkende Fahrzeuge und Mindestkriterien zur Sicherung von Baustellen. Auch bei diesen Punkten werden wir nicht locker lassen und weiterhin für bessere Bedingungen arbeiten.

Neben den Verhandlungen folgen in nächster Zeit bereits weitere Umsetzungen konkreter Projekte und Verbesserungen.

Erfolge auf der Straße

Teichhausstraße: Radfahrstreifen im Gefahrenbereich
Teichhausstraße: Radfahrstreifen im Gefahrenbereich. Nach der Sanierung parken dort keine Autos mehr

In den nächsten Wochen werden die Parkplätze in der Teichhausstraße zwischen Soderstraße und Roßdörfer Platz entfernt und der Radfahrstreifen verbreitert. Natürlich gibt es vor und hinter dem Abschnitt, der im Rahmen einer Deckschichtsanierung verbessert wird, viel zu tun. Das werden wir weiterhin kritisch begleiten.

Trotzdem hätten wir uns noch konkretere Zusagen für die Radstrategie gewünscht. Zum Beispiel ist wichtig, wie viel Kilometer Radweg pro Jahr saniert werden und wie viele Kreuzungen in geschützte Knotenpunkte verwandelt werden. So könnten einige Unfälle und Missverständnisse in Zukunft verhindert werden.

Kürzlich wurde ein Urteil zum Unfall, der sich im November 2017 auf der Kreuzung Bismarckstraße/Kasinostraße ereignete, gefällt. Wir waren selbst im Gericht und haben uns die Argumente der Staatsanwaltschaft, der Unfallgutachter, der Verteidigung des LKW-Fahrers und der Nebenklage als Vertretung des hinterbliebenen Ehemanns mit seinen drei Kindern angehört. Auch, wenn der LKW-Fahrer seit dem Unfall seinen Beruf nicht mehr ausüben kann und so gut er konnte erste Hilfe geleistet hat, ist eine zur Bewährung ausgesetzte Geldstrafe wenig abschreckend für andere.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Kreuzung Bismarckstraße/Kasinostraße verbessert wird und haben erste Pläne der Stadt dazu gesehen. Zu diesen haben wir noch Verbesserungsvorschläge eingereicht und hoffen, dass am Ende eine gute Lösung auf die Straße kommt.

Seit Februar machen wir Kampagne für Tempo 30 auf der Kirch- und auf der Holzstraße. Die Stadt hat jetzt endlich einen entsprechenden Antrag beim RP Darmstadt auf den Weg gebracht. Ein Ergebnis ist bald zu erwaten.

Spenden
Wenn du uns auf unseren Weg und insbesondere die laufende Klage unterstützen möchtest, kannst du wie immer mit einer Spende helfen.

Wozu braucht der Radentscheid Geld?
Nach dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 30. August soll es keinen Bürgerentscheid geben. Gegen diesen Beschluss haben wir Klage erhoben und das kostet eine Menge Geld, selbst wenn wir die Klage gewinnen. Zur Finanzierung brauchen wir etwa 5.000 Euro. Wir wollen den leider notwendigen Druck aufbauen, damit auch größere Umbauten stattfinden.

Du kannst uns auf zwei Wegen Geld zukommen lassen.

Spendenformular
Auf unserer Website findest du ein Spendenformular. Hier kannst du einen gewünschten Betrag angeben, das Geld wird von
deinem Konto abgebucht und erhältst automatisch eine Spendenquittung.

Bankverbindung
Möchtest du uns lieber direkt eine Überweisung zukommen lassen, kannst du diese Bankverbindung nutzen:

IBAN: DE67 1002 0500 0001 4944 00
Verwendungszweck: Radentscheid Darmstadt
Kontoinhaber: Changing Cities e.V

Vielen Dank!

Dein Radentscheid-Team

Ride of Silence 2019: Mittwoch, 15. Mai 2019, 19:00 Uhr

Der Ride of Silence ist eine jährliche Fahrradveranstaltung, mit der auf öffentlichen Straßen getöteten und verletzten Radfahrern gedacht wird.

Dieses Jahr findet der Ride of Silence am Mittwoch, 15. Mai 2019 auch wieder in Darmstadt statt. Wir treffen uns auf dem Karolinenplatz und fahren ab 19:00 Uhr per Rad etwa ein bis zwei Stunden durch die Stadt. Viele kommen in weißer Kleidung, das ist aber keine Bedingung für die Teilnahme.

Wir wollen im Stillen auf Unfallschwerpunkte und gefährliche Situationen aufmerksam machen, in die Radfahrer*innen geraten können. Die Tour wird deshalb in ruhigem Tempo und ohne musikalische Unterlegung und Lautsprecher durchgeführt.

Wir fahren im Verbund und passieren die Geisterräder (Ghost Bike) in Erinnerung an die in Darmstadt getöteten Radfahrer*innen.

Mahnwache für Radfahrerin

Am Mittwoch, 6. Februar 2019 wurde eine Radfahrerin auf der Kirchstraße (Cityring) überfahren. Leider ist sie am Abend im Krankenhaus verstorben. Unser Mitgefühl gilt Angehörigen und Hinterbliebenen. Wir halten am Donnerstag, 7. Februar um 18:00 Uhr an der Unfallstelle eine Mahnwache ab und stellen ein Ghostbike auf.

Darmstadt goes Dutch

Im Rahmen der ADFC-Bundesversammlung diskutieren wie am 9. November im Darmstadtium mit dem Oberbürgermeister, der Verkehrsdezernentin, einem Planer aus Brüssel und dem ADFC-Bundesvorstand, wie Darmstadt sich mal eine Scheibe aus den Niederlanden abschneiden könnte.

Die Veranstaltung unter dem Titel „Darmstadt goes Dutch“ beginnt um 17:00 Uhr und endet mit einem Sektempfang ab 18:30 Uhr. Du kannst dich bis zum 5. November kostenlos für die Teilnahme anmelden.

Ghostbike in Heidelberger Landstraße

Kürzlich haben wir ein weiteres Ghostbike aufgestellt, dieses Mal an der Heidelberger Landstraße. Mit Freunden und Angehörigen haben wir an der Unfallstelle eine Gedenkminute abgehalten.

Leider wurde auch eine direkte Angehörige Zeugin des tödlichen Unfalls. Sie bat uns daher das Rad wieder abzubauen, da es ihr jedesmal die Bilder in Erinnerung bringen würde. Diesem Wunsch sind wir selbstverständlich nachgekommen.

Grüner wird’s nicht

Wir möchten euch diesen Artikel im P Stadtkulturmagazin nicht vorenthalten und können versichern, die Arbeit geht jetzt erst richtig los.

Wir streiten auf allen Ebenen für unsere sieben Ziele und bringen uns konstruktiv in einen Prozess ein, an dessen Ende Sofortmaßnahmen, ein vernünftiges Radnetz und eine solide Strategie stehen, wie das auf die Straße kommt. Auf den Radverkehrsbeauftragten, auf die Verwaltung, auf die Politik und natürlich uns selbst kommt eine Menge Arbeit zu.

Wir legen in jeder Sitzung die Finger ganz tief in die Wunden, damit die 4 Millionen Euro pro Jahr in die richtige Infrastruktur an der richtigen Stelle fließen. Behalten alle ihre Ambitionen bei, klappt es auch.

Aber wir sind in der Sache keinesfalls naiv und können deine Hilfe brauchen. Wir gehen gegen den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, der unser Bürgerbegehren für unzulässig hält, mit einer Klage vor. So können wir uns absichern, dass bei Scheitern der Verhandlungen doch noch alle Bürger*innen verbindlich entscheiden, ob wir ein Radnetz bekommen, das für alle von 8 bis 108+ Jahre funktioniert.

Die Klage wird uns eine Stange Geld kosten, die wir selbst bei einem Sieg nur zum Teil wiedersehen. Also mach ein paar Kröten locker und schick sie uns rüber.

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