Wahlprüfsteine 2026

CDU

SPD

Wer mit dem Fahrrad fährt, muss sich sicher – bestenfalls baulich getrennt – durch die Stadt bewegen können. Deshalb wollen wir ein neues Radwegeinvestitionsprogramm „Sichere Radwege“ auf den Weg bringen. Hier werden wir pragmatische Lösungen für alle Verkehrsteilnehmenden vorantreiben.
Neben einer möglichen baulichen Trennung spielen dabei Fahrradstraßen abseits der Hauptverkehrsachsen eine Rolle. Aber auch überregionale Radwege wie jene nach Dieburg und Frankfurt wollen wir vorantreiben. Den Übergang vom Fahrrad auf den ÖPNV wollen wir mit sicheren Fahrradabstellmöglichkeiten unterstützen, die auch videoüberwacht und mit Ladeinfrastruktur ausgestattet sein können. Für uns gilt in Bezug auf den Ausbau der Radwege: Sicherheit vor Schnelligkeit.

Die Grünen

Im Zuge des Sonderinvestitionsprogramms Radmobilität 4×4 werden derzeit 42 Maßnahmen verfolgt. Dabei handelt es sich um eine auf Basis des Radentscheids erstellte und fortlaufend an neue Entwicklungen angepassten Projektliste.
Davon konnten (Stand April 2025) 15 umgesetzt werden oder sind in der Umsetzung. Darunter Großprojekte wie der Radweg an der Heidelberger Straße und kleinere Maßnahmen wie der Geh- und Radweg Woogsweg zwischen Arheilgen und Kranichstein (dieser ist beispielsweise im Laufe des Prozesses dazu gekommen). Weitere 13 Projekte befinden sich in Bearbeitung und sollen bald umgesetzt werden. Es verbleiben 14 Maßnahmen, die vorgesehen aber noch nicht in Bearbeitung bzw. vorerst zurückgestellt sind.
Unser Zwischenfazit ist dabei zwiegespalten. Einerseits sind wir stolz auf das bisher Erreichte, das so vor 10 Jahren noch nicht absehbar war. Durch das Programm wird Stück für Stück ein Radwegenetz in der Stadt aufgespannt. Andererseits hat sich nach den ersten Leuchtturmprojekten die Umsetzungsgeschwindigkeit zu sehr stark verlangsamt. Jahrelange Provisorien, wie am Cityring oder der Neckarstraße, waren weder zufriedenstellend noch öffentlich vermittelbar.
Wir setzen uns daher in der kommenden Legislaturperiode nachdrücklich dafür ein, schneller voran zu kommen und bauen auf ein Wahlergebnis, das uns den Rückenwind dazu verschafft.

FDP

Der Radverkehr ist ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Mobilität und kann einen Beitrag zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs leisten. Für die FDP Darmstadt steht dabei jedoch nicht ein einzelnes Verkehrsmittel im Mittelpunkt, sondern die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger. Eine einseitige Bevorzugung des Radverkehrs greift zu kurz und wird den unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen in einer wachsenden Stadt nicht gerecht. Viele Menschen sind weiterhin auf das Auto angewiesen, andere nutzen Bus und Bahn oder sind zu Fuß unterwegs. Ziel muss daher ein vernetztes Gesamtsystem sein, in dem alle Verkehrsträger sinnvoll aufeinander abgestimmt sind. Gezielte Investitionen in den Radverkehr sind dort sinnvoll, wo sie die Sicherheit erhöhen und das Verkehrssystem insgesamt entlasten. Sie dürfen jedoch nicht zulasten der Leistungsfähigkeit anderer Verkehrswege gehen. Nur durch eine ausgewogene, ideologiefreie Verkehrspolitik lassen sich Staus reduzieren, Akzeptanz schaffen und eine schnelle, verlässliche und stressfreie Mobilität für alle ermöglichen.

Die Linke

Während die Ausbesserungen und Ausbauten von 2024 ein Schritt in die richtige Richtung sind, ist der Fortschritt seitdem zum Stocken gekommen. Jetzt gilt es, nicht nur die bereits beschlossenen Maßnahmen konsequent durchzuführen, sondern die Quartiere der Stadt und das Umland mit sicheren und zugänglichen Wegen zu verbinden. So wird das Fahrrad zum Verkehrsmittel erster Wahl in allen Lebenslagen.

Volt

Als Teil der Regierungskoalition haben wir wichtige Schritte eingeleitet, aber wir geben uns damit nicht zufrieden. Wir erkennen an, dass es in Darmstadt immer noch einen „Flickenteppich“ bei den Radwegen gibt, den wir konsequent in ein durchgängiges und sicheres Netz überführen wollen. Unser Anspruch ist der Blick nach Europa: Wir orientieren uns an Best-Practices wie Kopenhagen, wo Radinfrastruktur als eigenes, lückenloses Netz gedacht wird. Deshalb wollen wir das Tempo erhöhen, Lücken schneller schließen und die Standards für Sicherheit und Komfort weiter anheben.

Freie Wähler Darmstadt

Vor allem der Ausbau der Nord-Süd-, sowie Ost-West-Querung auf Radwegen muss vollendet werden. Dazu mehr weiterunten an den entsprechenden Stellen

Zur Kommunalwahl 2026 findest du hier eine Übersicht über die Positionen der demokratischen Parteien und Wählergruppen, auf die du deine 71 Stimmen verteilen kannst. Anhand der Antworten auf zwölf zentrale Fragen lässt sich besser einordnen, welche Gruppen unsere Ziele unterstützen und welche ihnen eher kritisch oder ablehnend gegenüberstehen.

Die Reihenfolge der Parteien und Listen richtet sich nach dem amtlichen Stimmzettel. Parteien und Listen, die hier nicht aufgeführt sind, haben uns bis zum 14. Februar 2026 keine Rückmeldung geschickt.

Frage 1 – Ausbau der Radwege 2024

Wie steht Ihre Partei zu dem Ausbau der Radwege, der im Jahr 2024 auf Darmstädter Gemarkung erfolgt ist? (Bitte eines der drei Statements ankreuzen und ergänzend weiteren Antworttext hinzufügen.)

„Da geht mehr“ – SPD, Die Grünen, FDP (zwei Kreuze), Die Linke, Volt, Freie Wähler

„Weiter so!“ – CDU

„Einen Gang runterschalten“ – FDP (zwei Kreuze)

Frage 2 – Verkehrspolitisches Leitbild

Beschreiben Sie bitte Ihr verkehrspolitisches Leitbild. Fassen Sie Ihre wichtigsten verkehrspolitischen Ziele in knappen drei Sätzen zusammen.

CDU

Die CDU verfolgt das Ziel eines Mobilitätsfriedens als fairen Interessenausgleich zwischen allen Verkehrsmitteln. Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr ist dabei ein zentraler Bestandteil dieses Ausgleichs. Infrastrukturmaßnahmen müssen daher so ausgestaltet sein, dass sie bekannte Gefahrenstellen wirksam entschärfen, ohne neue Konflikte zu erzeugen. Ziel ist eine Stadt, in der alle Verkehrsteilnehmenden – unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel – sicher, verlässlich und respektvoll unterwegs sein können.

SPD

Wir stehen für ein besseres Miteinander im Verkehr. Die Nahmobilität muss menschen- und klimafreundlich gestaltet werden. Eine wachsende Stadt braucht zeitgemäße Mobilitätslösungen, die der Lebensrealität der Menschen entsprechen und Klimafolgen in den Blick nehmen. Eine Verteilung auf verschiedene, gut verzahnte Mobilitätsträger für alle ist unser Ziel. Der Fokus muss dabei auf ÖPNV-Verbindungen innerhalb der Stadt ebenso wie – besonders wichtig für den Pendelverkehr – in und aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und die gesamte Region liegen.

Die Grünen

Unser Leitbild ist die Stadt der kurzen Wege, in der Mobilität sicher (Vision Zero), barrierefrei, gerecht und nachhaltig für alle funktioniert. Ziel ist es, den Straßenraum so zu gestalten und umzuverteilen, dass Gesundheit, Lebensqualität und Klimaschutz im Mittelpunkt stehen. Dazu setzen wir uns weiter für die Förderung von Fuß- , Rad- und öffentliche Nahverkehr ein.

FDP

Die FDP Darmstadt verfolgt das Ziel einer leistungsfähigen, integrierten und technologieoffenen Mobilitätsplanung, die alle Verkehrsträger sinnvoll verknüpft und den Menschen schnelle, zuverlässige und barrierearme Wege ermöglicht.

Wir wollen weg von isolierten Einzelmaßnahmen hin zu einem neuen, regional abgestimmten Verkehrsentwicklungsplan. Zentrale Leitlinie ist die Sicherstellung flüssiger Verkehrsachsen durch die Stadt, um Staus, Lärm und unnötige Emissionen zu reduzieren. Verkehrsinfrastruktur soll intelligent gesteuert, modernisiert und bedarfsgerecht ausgebaut werden. Dazu gehören optimierte Ampelschaltungen, der Abbau von Dauerbaustellen, der gezielte Einsatz von Kreisverkehren sowie der Einsatz digitaler und automatisierter Steuerungssysteme.

Der öffentliche Nahverkehr soll attraktiver, direkter und leistungsfähiger werden – sowohl innerhalb Darmstadts als auch in der Anbindung an das Umland. Wir setzen auf bessere Direktverbindungen, den Ausbau regionaler Schienenverbindungen und eine wirtschaftlich sinnvolle Weiterentwicklung des Straßenbahnnetzes.

Mobilität muss barrierefrei, sicher und für alle Verkehrsteilnehmer verlässlich sein. Dazu gehören sichere Rad- und Fußwege mit klaren Nutzungsregeln sowie intelligente Lösungen für Konfliktpunkte im Verkehrsraum.

Gleichzeitig wollen wir den Parkdruck reduzieren und die Erreichbarkeit der Stadt sichern. Parkraumpolitik muss sich an realem Bedarf orientieren statt an Verdrängung. Wir fördern Quartiersgaragen, digitale Parkraumnetze und ausreichend Kunden- und Besucherparkplätze, um Handel, Gewerbe und Tourismus zu stärken.

Zukunftstechnologien wie autonomes Fahren begreifen wir als Chance. Darmstadt soll Modellstadt für innovative Mobilitätslösungen werden.

Unser verkehrspolitisches Leitbild ist eine Stadt, in der Mobilität schnell, einfach, wirtschaftlich vernünftig und für alle zugänglich ist – ohne ideologische Bevorzugung einzelner Verkehrsmittel.

Die Linke

Wir wollen den Umweltverbund nicht nur in der öffentlichen Wahrnehmung, sondern in der Planung und Mittelverwendung in den Vordergrund stellen. Kostengünstiger und zuverlässiger ÖPNV bedeutet nicht nur barrierefreie und sozialverträgliche Mobilität. ÖPNV, Rad- und Fußverkehr sind die Ecksteine einer Stadt die Raum für uns alle hat.

Volt

Unsere Vision ist die „15-Minuten-Stadt“, in der alle täglichen Wege sicher, bequem und klimaneutral zurückgelegt werden können, wobei Fuß-, Rad- und öffentlicher Verkehr die attraktivste Wahl darstellen. Wir verfolgen konsequent die „Vision Zero“, um Verkehrstote und Schwerverletzte durch geschützte Infrastruktur und Fehlerverzeihung im System bis 2030 auf null zu senken. Dabei setzen wir auf Daten und europäische Best-Practices, um Verkehrsflächen fair zu verteilen und Mobilität vernetzt und effizient zu gestalten.

Freie Wähler Darmstadt

Vor allem der Verkehrsfrieden steht bei und ganz oben. Hier muss jeder auch mal seine Forderungen überdenken, wenn damit zu viele andere Verkehrsteilnehmer unverhältnismäßige Einschränkungen hinnehmen müssten. Verkehrsfrieden darf nicht durch Gängelei erfolgen, sondern gerechte Lösungen für alle, die auch jeder logisch nachvollziehen kann, müssen sich durchsetzen.

Frage 3 – Vision Zero

Welche konkreten Maßnahmen wird Ihre Partei zur Erreichung von „Vision Zero“, dem Ziel von null Verkehrstoten, in Darmstadt ergreifen?

CDU

Die Vision Zero ist ein richtiges und unterstützenswertes Leitbild. Sichere Mobilität – insbesondere für zu Fuß Gehende und Radfahrende – ist ein elementares Grundbedürfnis und Ausdruck einer verantwortungsvollen Stadtentwicklung. Ein gerechterer Flächenanteil für den Umweltverbund ist dafür eine notwendige Voraussetzung.

SPD

Verkehrsplanung werden wir an den ungeschütztesten Verkehrsteilnehmenden orientieren, denn viele Menschen fühlen sich im Stadtverkehr nicht sicher. Die SPD will die Sicherheit, insbesondere zu Fuß und mit dem Rad, erhöhen. Daher verfolgen wir eine Vision Zero mit dem Ziel, dass es keine Toten und Verletzten mehr im Darmstädter Straßenverkehr gibt.
Wir wollen ein neues Radwegeinvestitionsprogramm „Sichere Radwege“ auf den Weg bringen (siehe oben).
Baulich getrennte Radwege einrichten: Ein lückenloses Radwegenetz ermöglicht ein komfortables Vorankommen im Stadtkern, die schnelle Erreichbarkeit der Ortsteile und der Region. Die SPD will mittelfristig an weiteren Hauptstraßen sichere, baulich getrennte Radwege bauen. Getrennte Trassen reduzieren die Zahl an Unfällen deutlich und ermöglichen allen ein sicheres Fahrgefühl, wovon auch profitiert, wer mit dem Auto unterwegs ist.
Radfahren in Nebenstraßen ausweiten und sicherer machen: Auch in den Nebenstraßen will die SPD durch bauliche Maßnahmen, farbliche Hinterlegungen und eine zeitgemäße Beschilderung sichere und geführte Radrouten in den Stadtvierteln schaffen, die das Hauptnetz ergänzen. Dort, wo entlang von Hauptverkehrsachsen keine baulich getrennten Radwege umgesetzt werden, wollen wir eine naheliegende Nebenstraße zur Fahrradstraße umwidmen.

Die Grünen

Unser Ziel „Vision Zero“ wollen wir durch eine konsequente Umgestaltung des Straßenraums und der Einführung von Tempo 30 an Straßen mit Wohnbebauung erreichen. Lücken im Radverkehrsnetz müssen schnell geschlossen und neue Radstreifen, -wege, Fahrradstraßen und (wo platztechnisch nicht anders möglich) Shared Spaces geschaffen werden.
Eine wichtige Maßnahme, um schwere Unfälle zu vermeiden sind sichere Kreuzungen. Nach Niederländischem Vorbild wollen wir verschwenkte Radwege und aufgepflasterte Straßen an Übergängen für den Fußverkehr. Falschparken im Kreuzungsraum soll konsequent kontrolliert und geahndet werden sowie mit dem pragmatischen Aufstellen von Pollern und Fahrradständern verhindert werden. Dadurch steigt die Übersichtlichkeit insbesondere für Kinder.
Ein besonderes Anliegen sind uns sichere Schulwege. Mit einem Verkehrsversuch in Eberstadt erproben wir die Einführung von Sperrungen vor Schulen zu Bring- und Abholzeiten, die sogenannten „Schulstraßen“.
Gleichzeitig wollen wir gefährliche Wissenslücken über Verkehrsregeln schließen. Um weiteren Unfälle vorzubeugen und gezielte Verbesserungen umzusetzen, wollen wir systematische Auswertungen und eine Erweiterung des Mängelmelders um die Möglichkeit Beinaheunfälle zu melden. Die Einführung einer Fuß- und Fahrradstaffel soll den Fuß- und Radverkehr mehr in den Fokus der Verkehrsüberwachung rücken.

FDP

Wir unterstützen die Herstellung verkehrssicherer Anlagen für alle Verkehrsteilnehmenden. Denn alle müssen sich im öffentlichen Straßenraum sicher bewegen können. Dies gilt für Fußgänger*innen und Fahrräder als besonders vulnerable Gruppen in einem besonderen Maße. Soweit hier Handlungsbedarf besteht, unterstützen wir auch dieses konkrete Anliegen.

Die Linke

Wir haben einen breiten Plan zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Dazu gehören generelle Ansätze wie Tempo 30 als Grundsatz. Dedizierte Fahrradstraßen sollen schnellen und sicheren Zugang zu allen Quartieren möglich machen. Besonders gefährliche Kreuzungen und Strandungspunkte sollen beim Ausbau priorisiert werden. Verbesserte Anbindung ans Umland (P+R, Regionalverkehr) und Anpassung der Parkraumbewirtschaftung sollen weniger und kleinere Kfz in die Stadt bringen.

Volt

Volt setzt sich für die Umsetzung eines jährlich fortgeschriebenen Vision Zero-Maßnahmenkatalogs ein. Konkret fordern wir die bauliche Umgestaltung von Unfallschwerpunkten und Hauptknotenpunkten durch geschützte Abbiegeführungen, separate Signalzeiten für den Radverkehr und sichere Aufstellbereiche. Zudem setzen wir uns für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Wohngebieten und vor sozialen Einrichtungen ein, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ergänzend wollen wir gefährliches Halten auf Geh- und Radwegen konsequent kontrollieren und ahnden.

Freie Wähler Darmstadt

Ob wir in die Position kommen, Maßnahmen ergreifen zu können, müssen wir erst einmal abwarten 😉. Wir haben jedenfalls viele Ideen, die wir auch mit Anträgen entsprechend in die Stadtverordnetenversammlung bereits einbringen wollten. Leider scheitern wir hier immer an der Schwarz-Grün-Violetten Mehrheit. Als konkretes Beispiel sein hier mal der Pop-Up-Radweg entlang der Neckarstraße/Heidelbergerstraße genannt. Als Anwohner der Heidelbergerstraße sehe ich oft, Das Autos oder Motorräder über den Radweg fahren oder teilweise mitbenutzen. Das ist ein Risiko für alle Radfahrer. Die bessere Lösung was der alte Radweg mit einer Trennung zur Straße durch einen
Grünstreifen. Ebenfalls stellt die Kasinostraße ein hohes Risiko für alle Radfahrer da. Hier sollte unbedingt ein Radweg entstehen, und am besten auch mit einem Grünstreifen von der Straße getrennt. Die Nutzung einer kompletten Fahrspur bietet jedenfalls genügend Platz dafür.

Frage 4 – Radstrategie der Stadt Darmstadt

Unterstützt Ihre Partei auch zukünftig die Radstrategie der Stadt Darmstadt? Und in welchen drei Aspekten möchte sie die Radstrategie weiterentwickeln?

CDU

Die CDU wird die Weiterentwicklung des Radverkehrs in Darmstadt auch in Zukunft unterstützen. Die Radstrategie ist hierzu ein wichtiger Grundsatzbeschluss, jedoch zeigt sich echte politische Haltung vor allem in konkreten Maßnahmen.
Wichtig ist für uns vor allem die Netzwirkung von Radverkehrsanlagen, die Durchgängigkeit von sicheren Verbindungen und der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer.

SPD

Neben den bereits genannten Punkten:
Radfahren attraktiver machen: Die SPD wird die Mobilitätsbedingungen für das Fahrrad verbessern. Immer häufiger sind Fahrräder auch Teil des ruhenden Verkehrs. Deshalb müssen mehr gesicherte Abstellflächen geschaffen werden, auch Fahrradparkhäuser und Radboxen. Das gilt vor allem an größeren ÖPNV-Haltestellen und Verbindungsknoten. Mit den hierfür zuständigen Betreibern wollen wir das Gespräch aufnehmen und sie gegebenenfalls auch verpflichten.

Die Grünen

Wir stehen von Anfang an hinter der beschlossenen Radstrategie und sind auch weiterhin für deren Umsetzung. Wir sind der Ansicht, das die existierende Radstrategie in Kombination mit dem derzeit in Bearbeitung befindlichen SUMP / Verkehrsentwicklungsplan weiterhin einen guten Rahmen vorgibt.
Eine Überarbeitung der bestehenden Strategie bindet in Zeiten knapper Kassen und Personalbestände wichtige Kapazitäten. Daher setzen wir uns für die Umsetzung der bestehenden, zahlreichen Aspekte der Strategie ein. Noch ausbaufähig ist beispielsweise die Fertigstellung des Radschnellwegs bis zur Südgrenze von Darmstadt (Punkt B3 der Strategie), der Ausbau von sicheren Kreuzungen (Punkt B4) und die Qualitätsoffensive Nebennetz (B5).

FDP

Darmstadt hat nach wie vor kein durchgängiges sicheres Radwegenetz.

1) Statt Hauptachsen zugunsten wenig benutzter Radwege zu Stauspuren zu machen, soll der Radverkehr auf sichere Nebenstrecken geleitet werden. So können Sicherheit, Flüssigkeit des Verkehrs und Akzeptanz bei allen Verkehrsteilnehmern gleichermaßen erhöht werden, ohne die Leistungsfähigkeit der Hauptachsen weiter einzuschränken.
2) Radverkehr soll durch intelligente Ampelschaltungen und smarte Verkehrssteuerung besser vernetzt werden. So werden Routen flüssiger, Fahrzeiten verkürzt und der Radverkehr in das gesamte städtische Mobilitätsnetz integriert.

3) Lückenlose und priorisierte Radwege: An Kreuzungen, Bahnübergängen und stark befahrenen Straßen sollen Radfahrende Vorrang erhalten – z. B. durch gut markierte Übergänge

Die Linke

Wir stimmen zu, dass die Radmobilität weiterhin ein zentraler Bestandteil der Verkehrswende in Darmstadt sein muss. Die strategischen Ziele sollen durch höchste Priorität für den Umweltverbund erreicht werden. Wir wollen eine konsequente Durchsetzung der notwendigen Maßnahmen. Dazu braucht es datengestützte Priorisierung (Mängelmelder, Erhebungen), mehr Flächengerechtigkeit (Parkraum, Straßenbau) und Sicherheitsregeln, die Rad- und Fußverkehr zur angstfreien ersten Wahl machen.

Volt

Ja, wir unterstützen die Ziele der Radstrategie vollumfänglich und wollen sie ambitioniert weiterentwickeln:
1. Vom Flickenteppich zum Netz (Infrastruktur): Die Radstrategie (Handlungsfeld B) fokussiert bereits auf Qualitätsstandards. Wir wollen dies weiterentwickeln, indem wir den Fokus noch stärker auf die Durchgängigkeit legen und den „Flickenteppich“ konsequent in ein lückenloses Netz nach Kopenhagener Vorbild überführen.
2. Institutionalisierung von Vision Zero (Sicherheit): Wir wollen den Grundsatz „Sicherheit vor Flüssigkeit“ (Radstrategie A5) schärfen, indem wir einen verbindlichen, jährlich aktualisierten „Vision Zero-Maßnahmenkatalog“ einführen und Sicherheitsdialoge in den Stadtteilen etablieren.
3. Smart Mobility & Daten (Information): Das Handlungsfeld C (Zählstellen) wollen wir massiv ausbauen: Wir setzen auf eine zentrale, öffentlich zugängliche Plattform für Mobilitätsdaten in Echtzeit, um Verkehrsplanung evidenzbasiert zu optimieren und eine intelligente Verkehrssteuerung zu ermöglichen.

Freie Wähler Darmstadt

Wir möchten hier nicht vorgreifen. Wir wissen nicht, wo sich die Radstrategie in Zukunft hin entwickelt. Je nachdem wie die Wahl ausgeht. Zu unseren Ideen – wie oben schon erwähnt muss die Nord-Süd-, und Ost-West-Durchquerung auf Radwegen möglich werden. Auch die Sicherheit muss steigen (Trennung von Radweg und Straße mittels unüberwindbarer Baumaßnahmen dazwischen). Weiteres auch noch bei den entsprechenden Punkten weiter unten.

Frage 5 – Stellenwert der Radmobilität

Welchen Stellenwert soll die Radmobilität in den nächsten fünf Jahren haben?

CDU

Der Radverkehr leistet einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des Verkehrssystems. Vor dem Hintergrund des Wachstums unserer Region und der allgemein steigenden Verkehrsmenge, ist die Radmobilität daher entsprechend hoch zu priorisieren.

SPD

Die Nahmobilität muss menschen- und klimafreundlich gestaltet werden. Eine wachsende Stadt braucht zeitgemäße Mobilitätslösungen, die der Lebensrealität der Menschen entsprechen und Klimafolgen in den Blick nehmen. Eine Verteilung auf verschiedene, gut verzahnte Mobilitätsträger für alle ist unser Ziel.
Für uns gilt der Grundsatz: überall mobil, egal wie. Ob mit Bus, Bahn, Fahrrad, Auto oder zu Fuß, alle Mobilitätsbedürfnisse haben eine Berechtigung. Wir sorgen für eine faire Verteilung der Flächen. Eine gerechte Verteilung ist notwendig, da in unserer gewachsenen Stadt nicht beliebig viel Platz zur Verfügung steht und wir gleiche Rechte für alle Verkehrsträger wollen.
Radfahren hat in diesem Rahmen einen hohen Stellenwert.

Die Grünen

Eines der Kernthemen von Grüner Politik ist umweltfreundliche Mobilität. Ein gutes ÖPNV-, Radwege- und Fußwegenetz ist dafür essentiell. Daher messen wir der Verbesserung der Radmobilität einen hohen Stellewert bei. In unserer Idealvorstellung ist die Kombination aus ÖPNV-, Radwege- und Fußwegenetz so attraktiv, dass immer weniger Autofahrten nötig sind. Einen Anteil von 75 % Umweltverbund haben wir bereits erreicht und peilen nun 80 % an.

FDP

Der Radverkehr ist ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Mobilität und kann einen Beitrag zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs leisten. Für die FDP Darmstadt steht dabei jedoch nicht ein einzelnes Verkehrsmittel im Mittelpunkt, sondern die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger. Eine einseitige Bevorzugung des Radverkehrs greift zu kurz und wird den unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen in einer wachsenden Stadt nicht gerecht. Viele Menschen sind weiterhin auf das Auto angewiesen, andere nutzen Bus und Bahn oder sind zu Fuß unterwegs. Ziel muss daher ein vernetztes Gesamtsystem sein, in dem alle Verkehrsträger sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.

Die Linke

Die Radmobilität ist eine der drei Säulen des Umweltverbunds. Sie soll durch verbesserte Verbindung der Quartiere und Förderung von Sharing-Modellen (inkl. Cargobikes) eine ernsthafte Alternative zum PKW sein. Ziel ist ein „Modal-Shift“, der eine gemeinschaftliche Planung und Nutzung von Flächen und Mitteln ermöglicht.

Volt

Einen sehr hohen Stellenwert. In unserer Vision für 2036 ist das Fahrrad – neben dem ÖPNV – die „bequemste Wahl für die tägliche Mobilität“. Da immer mehr Menschen in Darmstadt das Rad wählen, muss die Infrastruktur mit diesem Wachstum Schritt halten. Wir sehen den Radverkehr als zentralen Baustein, um Darmstadt zur klimaneutralen, ruhigeren und lebenswerteren Stadt zu machen.

Freie Wähler Darmstadt

Aufgrund der Mobilitätsgerechtigkeit sollte jede Verkehrsteilnehmergruppe den gleichen Stellenwert haben. Bevorzugungen schaffen nur Unfrieden und sind Antidemokratisch.

Frage 6 – Projekte und Entscheidungen 2026–2031

Wenn Ihre Partei für die Legislaturperiode 2026–2031 in das Stadtparlament gewählt wird: Für welche Entscheidungen und Projekte zur Radmobilität würden Sie sich besonders einsetzen?

CDU

Wichtige Projekte sind SQUADA und die Radverkehrsanlage Kasinostraße. Auch die Weiterentwicklung des Radschnellwegs muss wieder mehr in den Fokus rücken.

SPD

Wir haben die Projekte bereits in den bisherigen Fragen benannt.

Die Grünen

Wir möchten bei Fuß- und Radmobilität die Bereiche Sicherheit, Netzausbau und Komfort voran treiben – gemeinsam mit Grünflächenplanung aus einer Hand.
Eine Maßnahme, für die wir uns im Bereich der Sicherheit stark machen ist die baulicher Trennung von Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr. Für den Lückenschluss im Radwegenetz setzen wir uns u.a für die Fahrradstraße Heinrich-Delp-Straße, die Hügel- und Zimmerstraße zur Umfahrung der Fußgängerzone, die Pallaswiesenstraße und den Ausbau eines Radweges in der Casinostraße sowie Heinrichstraße ein.
Darüber hinaus denken wir Radmobilität über die Stadtgrenzen hinaus: Zusammen mit den Grünen im Landkreis fordern wir die Erschließung der Radwege nach Roßdorf, Weiterstadt und Klein Gerau, ins Mühltal und den Ausbau des Radschnellwegs nach Süden.
Um noch mehr Menschen für das Radfahren zu begeistern, soll Radfahren komfortabler werden. Wir wollen neue Fahrradabstellanlagen an Verkehrsknotenpunkten, die zuverlässige Erkennung von Fahrrädern an Ampeln und die Anpassung von Ampel-Grünphasen an den Radverkehr.
Wir setzen uns für pragmatische Lösungen und die Nutzung von Synergien ein. Daher sollen Mobilität, Stadtentwicklung und Grünflächenplanung wieder zusammen gedacht und in einem grünen Dezernat gebündelt werden. Stadtbegrünung ist der beste Hitzeschutz im Klimawandel und sollte bei der Stadt- und Verkehrsplanung konsequent mitgedacht werden.
Unsere vollständigen Ideen findet ihr auf: https://gruene-darmstadt.de/wahlkampf/#mobilitaet-energie-klimawandel

FDP

Für die Legislaturperiode 2026–2031 würden wir uns besonders für Projekte einsetzen, die den Radverkehr sicherer, flüssiger und intelligenter in das städtische Verkehrsnetz integrieren. Dazu zählen:

  1. Sichere Nebenstrecken für Radfahrende: Radwege sollen so angelegt werden, dass Hauptverkehrsachsen nicht unnötig verengt werden, während Radfahrende auf sicheren, gut verbundenen Nebenstrecken zügig unterwegs sein können.
  2. Smarte Vernetzung: Radverkehr soll durch intelligente Ampelschaltungen und digitale Verkehrssteuerung besser in das Gesamtsystem eingebunden werden, um Routen flüssiger und planbarer zu machen.
  3. Lückenlose und priorisierte Radwege: An Kreuzungen, Bahnübergängen und stark befahrenen Straßen sollen Radfahrende Vorrang erhalten – z. B. durch gut markierte Übergänge

Gezielte Investitionen in diese Bereiche sind sinnvoll, um die Sicherheit zu erhöhen, das

Verkehrssystem insgesamt zu entlasten und alle Verkehrsträger ausgewogen zu berücksichtigen

Die Linke

Neben allgemeinen Zielen wie mehr geschützte Radwege, Fahrradstraßen und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, gibt es mehrere Orte, die aktuell dringender Maßnahmen bedürfen. Dazu gehören Kasino- und Pallaswiesenstraße, die nördliche Frankfurter Straße und eine Vielzahl von gefährlichen Kreuzungen in der ganzen Stadt. Unter optimalen Bedingungen wollen wir ein solides Netz von Radwegen und begrünten Fahrradstraßen auf den Weg bringen, das eine sichere und schnelle Bewegung zwischen den Quartieren und dem Umland ermöglicht.

Volt

Unser Fokus liegt auf zwei zentralen Bereichen, um die Mobilitätswende konkret zu machen:
1. Verbindung in den Landkreis: Wir müssen die Pendlerströme entlasten, nicht nur durch „Push-Maßnahmen“, sondern durch attraktive Alternativen. Priorität hat für uns der Bau von Radschnellwegen und Direktverbindungen in die umliegenden Kommunen, insbesondere nach Roßdorf, Mühltal und Weiterstadt. Hier fordern wir deutlich mehr Pragmatismus in der Umsetzung, um schneller zu bauen.
2. Lückenschluss auf Hauptachsen: Wir setzen uns dafür ein, die Netzlücken auf den zentralen Achsen (Nord-Süd, Ost-West) endlich zu schließen – konkret an der Rheinstraße, der Umfahrung der Fußgängerzone (Zimmerstraße), Teilen der Frankfurter Straße und der Kasinostraße. Wir unterstützen dabei Projekte wie den „Geraden Gustav“ und die „Herdwegroute“.

Freie Wähler Darmstadt

Wir denken, das vordringlichste wäre die Errichtung eines Radweges in der Kasinostraße.

Frage 7 – Illegales Parken auf Rad- und Gehwegen

Wie wird Ihre Partei mit dem illegalen Parken von Autos auf Rad- und Gehwegen – auch in den Wohnvierteln – verfahren? Welche Maßnahmen gedenken Sie zu verabschieden?

CDU

Die CDU versteht sich als Partei konsequenter Ordnungspolitik, jedoch unter Wahrung des Prinzips der Verhältnismäßigkeit. Für die Akzeptanz von Maßnahmen ist es von großer Bedeutung, dass diese für die Menschen nachvollziehbar sind. Aus diesem Grund sind wir bereit Gehwegparken in bestehenden Quartieren zu tolerieren, sofern ausreichend Raum auf dem Gehweg verbleibt und die Straße auch für Rettungsfahrzeuge, Müllabfuhr, usw., nutzbar bleibt. Dort wo dies nicht gegeben ist, setzen wir auf konsequentes Handeln. So hat Ordnungs- und Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey bereits in zahlreichen Straßen ordnende Maßnahmen ergriffen und begreift die Ordnung des ruhenden Verkehrs als eine der zentralen Herausforderungen für die nächsten Jahre. Neben Kontrollen sind auch bauliche Maßnahmen erforderlich.

SPD

Die SPD bekennt sich zum Rechtsstaat und zur regelbasierten Ordnung. Die Straßenverkehrsordnung gilt natürlich auch in Darmstadt und Verstöße sind zu ahnden. Gleichzeitig ist der Bedarf nach Parkmöglichkeiten essentieller Teil der Automobilität. Dort, wo der Parkdruck, vor allem durch fremdparkende PKWs, hoch ist, könnten regelmäßige automatisierte Kontrollen Abhilfe schaffen. Für bestimmte Berufsgruppen, die auf das Parken in der Nähe ihres Ziels angewiesen sind, sollte es Sonderregelungen geben. Hierzu zählen etwa Handwerksbetriebe und Pflegedienste.

Die Grünen

Illegales Parken ist ein ernsthaftes Problem für die Sicherheit und Barrierefreiheit im Straßenverkehr. Mit folgenden Maßnahmen setzen wir uns für freie und sichere Geh- und Radwege ein:
Wir fordern eine konsequente Kontrolle und Ahndung von Falschparken auch durch die Einführung einer Fuß- und Fahrradstaffel. Zusätzlich prüfen wir den Einsatz moderner Kontrollsysteme wie Scancars, um die Überwachung effizienter zu gestalten.
In sensiblen Bereichen, wie Fußgängerzonen, an Kreuzungen oder chronisch zugeparkten Gehwegen (z.B. südlich der Lincoln-Siedlung), sollen Poller, Findlinge oder Fahrradbügel eingesetzt werden, um das illegale Parken dauerhaft zu verhindern.
Mit einer breit angelegten Kampagne zu den Themen „Sicheres Miteinander im Straßenverkehr“ und „Gehwegparken“ soll die Bedeutung ungestörter Fußwege ins Bewusstsein gerückt werden. Ein*e Fußverkehrsbeauftragte*r wird benannt, um Verbesserungen direkt in den Quartieren anzustoßen.

FDP

Regeln im Straßenverkehr sollen für alle klar und fair sein. Wer illegal parkt, darf andere nicht

gefährden oder den Verkehr unnötig behindern – besonders an wichtigen Stellen wie Rettungswegen,

Kreuzungen oder barrierefreien Zugängen.

Die FDP setzt auf ein vernünftiges Vorgehen: Verstöße, die wirklich gefährlich sind, sollen

konsequent geahndet werden, während übermäßige oder unnötige Kontrollen vermieden werden.

Unser Ziel: eine Stadt, in der alle sicher unterwegs sein können und der Verkehr flüssig bleibt.

Die Linke

Das Falschparken auf Rad- und Gehwegen (und sogar in Grünflächen) wurde in Darmstadt zu lange geduldet. Die Erwartungshaltung, überall parken zu können, muss aufgelöst werden, wenn wir unsere öffentlichen Räume gemeinsam gestalten wollen. Falschparken muss endlich strenger kontrolliert werden und häufiger mit Folgen behaftet sein.

Volt

Wir fordern ein „Gehwege frei“-Programm. Wir setzen uns dafür ein, Verkehrsverstöße, insbesondere das gefährliche Halten auf Geh- und Radwegen, besser zu kontrollieren und konsequent zu ahnden. Um den Parksuchverkehr und damit Falschparken zu reduzieren, wollen wir zudem das Parkraummanagement effizienter gestalten, zum Beispiel durch autonome Kontrollfahrzeuge und Sharing-Angebote fördern.

Freie Wähler Darmstadt

Auch hier ist wieder unsere Lösung mit einem Grünstreifen oder ähnlicher baulicher Maßnahme zwischen Radweg und Straße die sinnvollste Variante um gar nicht erst in die Versuchung zu kommen, hier den PKW abzustellen.

Frage 8 – Mittel aus dem 4×4-Programm / Investitionen


Die Gelder des 4×4-Programms sind bis heute noch nicht komplett für Radverkehrsprojekte ausgegeben worden. Wie viel Geld investieren Sie in Zukunft pro Jahr in den Ausbau der Radwege?

CDU

Effektive Radverkehrsförderung ist keine Frage von Geld, sondern wie entschlossen man Projekte vorantreibt. Daher ist es auch nicht sinnvoll eine konkrete Summe anzubieten.

SPD

Wir wollen ein neues Radwegeinvestitionsprogramm „Sichere Radwege“ auf den Weg bringen. Aktuell sind die finanziellen Spielräume für Investitionen durch die Haushaltsgenehmigung hart begrenzt. Nach dem nationalen Radverkehrsplan der Bundesregierung müsste Darmstadt rund 5 Mio Euro pro Jahr investieren. Klar ist, dass
wir nicht hinter das bisherige Niveau zurückfallen wollen. Jetzt mehr zu versprechen wäre jedoch unseriös.

Die Grünen

Trotz der angespannten Haushaltslage setzen wir uns für gezielte Investitionen in ÖPNV sowie das Rad- und Fußverkehrsnetz ein. Bereits jetzt stellen wir über das 4×4-Programm 4 Mio. € sowie die nicht explizit als Radverkehrsinfrastrukturmittel ausgewiesenen Anteile an Straßensanierungen. Sichere, unbefristete und angemessen bezahlte Stellen für Nahmobilitätsplaner*innen haben Vorrang vor starren Quoten. Zu oft konnten bereitgestellte Mittel wegen des Fachkräftemangels nicht ausgegeben werden. Viele Lösungen erfordern geringe Investitionen bei gleichzeitg hohen Planungsaufwand und bringen enormen Mehrwert für Radverkehr und Sicherheit.

FDP

Wir setzen für den gezielten Ausbau eines sicheren, durchgängigen Radwegenetzes ein. Dabei ist uns wichtig, dass Mittel effektiv und bedarfsgerecht eingesetzt werden, sodass jede Investition spürbare Verbesserungen für Radfahrende bringt.

Wir planen, die Radverkehrsförderung kontinuierlich fortzuführen und zu priorisieren, insbesondere an Hauptachsen, Übergängen und in Bereichen, die für den Alltagsverkehr besonders relevant sind. Dabei achten wir darauf, dass die Mittel flexibel eingesetzt werden können, um unfertige Projekte zügig abzuschließen und neue sinnvolle Maßnahmen umzusetzen.

Die Linke

Das Geld ist da und wir wollen es nutzen, um Darmstadt zu einer attraktiven, lebenswerten Stadt der Zukunft zu machen. Wenn wir uns mit aktuellen Top-Städten für Radmobilität messen wollen, dann müssen wir deren Investitionen aufholen und Hindernisse abbauen.

Volt

Wir bekennen uns dazu, die notwendigen Mittel bereitzustellen, um unsere ambitionierten Ziele (Vision Zero, Lückenschluss) zu erreichen. Um die Finanzierung nachhaltig zu sichern, schlagen wir die Einrichtung eines „Fonds für nachhaltige Verkehrsentwicklung“ vor. Dieser Fonds soll Einnahmen aus Parkgebühren bündeln und – nach Abstimmung in den Stadtteilen – gezielt wieder in Geh- und Radwege sowie Sharing-Angebote investiert werden. So generieren wir zweckgebundene Mittel für den Ausbau.

Freie Wähler Darmstadt

An dieser stelle möchten wir keine Antwort geben, weil wir es für zu plakativ und auch nicht verantwortungsvoll halten, ohne irgendwelche Zahlen zu kennen. Das Budget der Stadt für das Dezernat Verkehr ist uns nicht bekannt, ebenso wie das Programm 4×4.

Frage 9 – Berücksichtigung E Klima 2022

Politik und Verwaltung sind aufgefordert, sich an die „Empfehlungen zur Anwendung und Weiterentwicklung von FGSV-Veröffentlichungen im Bereich Verkehr zur Erreichung von Klimaschutzzielen (E Klima 2022)“ als „Stand der Technik“ zu halten. Bisher werden die E Klima 2022 nach unserer Analyse häufig nicht oder unzureichend berücksichtigt. Wie wird sich Ihre Partei dafür einsetzen, dass die Empfehlungen aus den E Klima 2022 zukünftig besser berücksichtigt werden?

CDU

Grundsätzlich sollten Planungen auf Grundlage von Regelwerken erfolgen. Jedoch sind im Bestand auch Kompromisse erforderlich. Wir teilen nicht die Auffassung, dass die Verwaltung in der Vergangenheit regelwerkswidrige Planungen vorgelegt hat.

SPD

Wir haben zur technischen Regeln keine politisch-programmatische Position. Nach unserem Verständnis müssen sich Planungen der öffentlichen Hand immer am aktuellen Stand der Technik ausrichten.

Die Grünen

Wir Grünen priorisieren, wie auch in den E Klima 2022 empfohlen, die Verkehrsteilsysteme in der Reihenfolge Fußverkehr – Radverkehr – ÖPNV – fließender Kfz-Verkehr. Wie die E Klima 2022 vorgeben, setzen wir uns auch dann für eine Verbesserung der Reisezeit im Umweltverbund ein, wenn das Resulat eine vorübergehende Reisezeitverschlechterung im Kfz-Verkehr ist. Dabei ist es allerdings wichtig jede verkehrstechnische Begebenheit einzeln zu bewerten und nicht an alles die gleiche Schablone zu halten. Es gibt Situationen, wie bei der Planung der Kasinostraße, in denen es im Interesse aller Verkehrsteilnehmenden ist, dass sich der Kfz-Verkehr nicht über mehrere Kreuzungen zurückstaut. Hier setzen wir uns dafür ein, nicht am Reißbrett eine fertige Lösung zu planen, sondern sich per Verkehrsversuche schrittweise der idealen Lösung genähert wird.

FDP

Wir Freie Demokraten bekennen uns zum Ziel, die Mobilität in Darmstadt nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Die Empfehlungen der FGSV (E Klima 2022) sind für uns ein wichtiger fachlicher Orientierungsrahmen, um Klimaziele in die Verkehrsplanung zu integrieren. Allerdings lehnen wir eine dogmatische Anwendung ab, wenn diese dazu führt, dass Verkehrsträger gegeneinander ausgespielt werden oder die Leistungsfähigkeit der Hauptverkehrsachsen künstlich eingeschränkt wird.

Unsere Strategie für Darmstadt lautet:
Klimaschutz durch Verkehrsfluss: Stau und Stop-and-Go sind die größten Emissionstreiber. Wir setzen uns dafür ein, dass die E Klima 2022 so interpretiert werden, dass sie den Verkehrsfluss verstetigen. Das bedeutet: Intelligente Ampelschaltungen („Grüne Wellen“), digitale Verkehrssteuerung und keine willkürlichen Tempo-30-Zonen auf Hauptachsen.

Technologieoffenheit statt Verbot: Wir setzen auf Innovationen wie Smart-City-Lösungen zur Parksuchverkehrs-Reduktion und den Ausbau der Ladeinfrastruktur, statt den Individualverkehr durch bauliche Maßnahmen einseitig zu verdrängen.

Gesamtkonzept: Wir fordern einen neuen, integrierten Verkehrsentwicklungsplan. Die E Klima 2022 müssen dort angewendet werden, wo sie echten Nutzen stiften, ohne die Wahlfreiheit der Verkehrsmittel einzuschränken. Klimaschutz muss mit Vernunft und unter Berücksichtigung der realen Pendlerströme erfolgen.

Die Linke

Aus unserer Sicht ist es untragbar für die Zukuft der Menschheit, dass die THG-Emissionen im Verkehrssektor auch in den letzten Jahren praktisch nicht reduziert wurden. Die Empfehlungen aus E Klima 2022 geben gute Hinweise, wie die Emissionen reduziert werden können, durch Push- und Pull-Faktoren, aber auch durch Sektorübergreifende Ansätze. Wir werden weiterhin für eine konsequente Bevorzugung des Umweltverbundes eintreten.

Volt

Volt steht für eine faktenbasierte und zielorientierte Politik. Soweit die „E Klima 2022“ den aktuellen Stand der Technik zur effektivsten Erreichung unserer Klimaschutzziele abbildet, befürworten wir deren Anwendung grundsätzlich. Wir erkennen an, dass die fachliche Detailplanung und die Wahl der spezifischen technischen Instrumente in der Expertise der Verwaltung liegen. Als Stadtverordnete geben wir jedoch die politischen Ziele vor – und dazu gehört die konsequente Ausrichtung der Infrastruktur an Klimaneutralität und Nachhaltigkeit.

Freie Wähler Darmstadt

Da bei uns Klima und Umwelt im Vordergrund unseres Programms stehen, setzen wir uns intensiv für die Erreichung der Klimaziele ein, nicht nur über den Verkehr.

Frage 10 – Planung nach künftig geltenden Standards (ERA)

Aktuell plant die Verwaltung noch immer mit veralteten Regelwerken, welche faktisch nicht mehr den „Stand der Technik“ abbilden. Eine Novellierung der wichtigen ERA 2010 steht kurz bevor; zukünftig geltende Mindestmaße und Standards für Radverkehrsanlagen sind zu großen Teilen bereits bekannt. Wird Ihre Partei sich dafür einsetzen, dass schon heute die zukünftig geltenden Regelmaße bei der Planung von Radverkehrsanlagen im Sinne der Radstrategie und eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgangs mit städtischen Haushaltsmitteln mindestens eingehalten werden? Bei Nichtbeachtung drohen teure Fehlinvestitionen.

CDU

Grundsätzlich sollten Planungen auf Grundlage von Regelwerken erfolgen. Jedoch sind im Bestand auch Kompromisse erforderlich. Wir teilen nicht die Auffassung, dass die Verwaltung in der Vergangenheit regelwerkswidrige Planungen vorgelegt hat.

SPD

Siehe Frage 9: Planungen der öffentlichen Hand haben den jeweils aktuellen Stand der Technik zu berücksichtigen.

Die Grünen

Wir setzen uns grundsätzlich für eine moderne Verkehrsplanung ein und das schon seit Jahrzehnten: Viele der in den letzten Jahren in Darmstadt umgesetzten Projekte für den Umweltverbund treiben wir Darmstädter Grüne seit den 1990er Jahren – gegen Widerstände – voran. Dort wo möglich weichen wir bereits heute von den aktuellen Vorgaben zu gunsten vom Umweltverbund ab.
Gleichzeitig erhöht jede Abweichung von geltenden Regelwerken den Planungs- und Abstimmungsaufwand und bietet Angriffsfläche für politischen Gegenwind. Daher blicken wir mit Vorfreude auf die Novellierung der ERA 2010 und den damit verbundenen Rückenwind auch gegenüber bremsenden Stakeholdern.

FDP

Die FDP Darmstadt steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern. Fehlinvestitionen durch das Bauen nach veralteten Standards lehnen wir ab, da Wirtschaftlichkeit unsere Maxime ist. Wenn absehbar ist, dass neue Standards (wie die novellierte ERA) die Sicherheit und Langlebigkeit von Infrastruktur erhöhen, ist es ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft, diese bereits in der Planung zu berücksichtigen.

Für uns bedeutet die Anwendung moderner Standards konkret:
Sicherheit durch Trennung: Wir wollen ein durchgängiges, sicheres Radwegenetz. Zukünftige Standards sollten genutzt werden, um den Radverkehr – wo immer möglich – baulich vom Kraftverkehr zu trennen oder auf attraktive, sichere Nebenstrecken zu leiten. Dies erhöht das subjektive Sicherheitsgefühl der Radfahrenden und erhält die Leistungsfähigkeit der Hauptstraßen für den notwendigen Wirtschafts- und Pendlerverkehr.

Qualität vor Quantität: Wir kritisieren das bisherige Stückwerk und „Pinsellösungen“ auf Kosten von Fahrspuren. Wenn wir Radwege bauen, dann richtig und zukunftssicher. Das Einhalten von Mindestbreiten für Lastenräder und sichere Überholvorgänge ist sinnvoll, darf aber nicht dazu führen, dass Hauptverkehrsadern lahmgelegt werden.

Vermeidung von Doppelkosten: Wir unterstützen es, bei anstehenden Sanierungen (z.B. Brücken am Nordbahnhof) direkt zukunftsfähige Maße anzulegen, um teure Nachbesserungen zu vermeiden.

Die Linke

Nicht nur wir haben manche alte Standards bereits als unzureichend kritisiert. Wir setzen uns dafür ein, zukünftige Maßnahmen nach dem modernsten „Stand der Technik“ zu planen.

Volt

Nachhaltigkeit und der effiziente Umgang mit Haushaltsmitteln sind Kernanliegen von Volt. Es wäre ineffizient, Infrastruktur zu bauen, die in Kürze veraltet ist. Auch wenn wir als Parlament keine technischen Detailstandards vorschreiben können, ist unsere politische Erwartungshaltung klar: Investitionen müssen zukunftssicher sein. Daher setzen wir uns politisch dafür ein, dass bei Planungen vorausschauend agiert wird. Absehbare neue Standards – wie die kommende ERA – sollten bereits heute als Orientierung dienen, um teure Nachbesserungen zu vermeiden und eine Infrastruktur zu schaffen, die langfristig Bestand hat.

Freie Wähler Darmstadt

Ohne jetzt alle Daten aus der ERA2010 im Detail zu kennen, setzen wir uns grundsätzlich für die Einhaltung von entsprechenden Regelungen ein, auch weil eventuelle Nacharbeiten und Korrekturen im Nachgang die Kosten unverhältnismäßig erhöhen.

Frage 11 – Kasinostraße – durchgängige Radinfrastruktur

In der Kasinostraße ist durch jahrelange Untätigkeit der Stadt eine äußerst unbefriedigende und gefährliche Situation für den Radverkehr entstanden. Wird sich Ihre Partei dafür einsetzen, dass die Verwaltung umgehend und mit höchster Priorität mit der Planung und Umsetzung einer durchgängigen und lückenlosen Radverkehrsinfrastruktur in der Kasinostraße beginnt? Werden Sie Ihre Zustimmung zu einer entsprechenden Planung davon abhängig machen, dass die zukünftig geltenden Standards für Radverkehrsanlagen (siehe Frage 10) in der Planung mindestens erreicht werden?

CDU

Die CDU unterstützt die von Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey erstellte Konzeption.

SPD

Höchste Priorität hat die Fertigstellung der Rheinstraßenbrücke. Das schließt jedoch nicht aus, die Neuordnung des Radverkehrs auf der Kasinostraße (endlich!) anzugehen. Der Zeiplan muss fachlich abgestimmt und nicht politisch vorgegeben werden. Die Finanzierungsmöglichkeiten sind ebenfalls zu beachten.

Die Grünen

Wir Grünen setzen uns vehement dafür ein, dass der Ausbau einer durchgängigen Radinfrastruktur in der Kasinostraße beschleunigt werden muss. Nach unseren Vorstellungen sollte der erste Abschnitt im Süden bereits deutlich fortgeschrittener sein. Der Auftrag zur Entwurfsplanung für die gesamte Kasinostraße wird in der letzten Stadtverordnetenversammlung der aktuellen Wahlperiode beschlossen. Wir werden die Planung eng begleiten. Für die in der Verkehrssimulation als kritisch bewerteten Abschnitte setzten wir auf Verkehrsversuche. Ziel ist es sich auf diese Weise der bestmöglichen Radinfrastruktur iterativ zu nähern. Dadurch kann man bereits im Vorfeld eingefahrene Muster aufbrechen und die positiven Effekte einer Verlagerung vom Auto auf das Fahrrad in die Planung einbeziehen.
Zum aktuellen Zeitpunkt sehen wir von pauschalen Zustimmungszusagen ab. Vielmehr wollen wir im Rahmen einer kontinuierlichen Begleitung des Planungs- und Bauprozesses die Vorschläge der Planer*innen, die Planungsergebnisse und eventuelle Verkehrsversuche bewerten und abwägen.
Neben der Route der Kasinostraße ist für uns auch an mehreren Stellen der Anschluss wichtig: Die Fortführung entlang der Frankfurter Straße nach Norden, der Anschluss nach Westen über die Pallaswiesenstraße und Mainzer Straße sowie am südlichen Ende ein durchgehender Anschluss Richtung Hauptbahnhof.

FDP

Darmstadt hat nach wie vor kein durchgängiges sicheres Radwegenetz. Statt Hauptachsen zugunsten wenig benutzter Radwege zu Stauspuren zu machen, soll der Radverkehr auf sichere Nebenstrecken geleitet werden. So können Sicherheit, Flüssigkeit des Verkehrs und Akzeptanz bei allen Verkehrsteilnehmern gleichermaßen erhöht werden, ohne die Leistungsfähigkeit der Hauptachsen weiter einzuschränken.

Die Linke

Trotz der Reduzierung der Geschwindigkeit für den MIV, ist die aktuelle Situation in der Kasinostraße unzumutbar und eine Neuplanung längst überfällig. Das nun eine Entwurfsplanung beauftragt wird/wurde begrüßen wir und sprechen uns bei dieser Planung auch für eine stärkere Bevorzugung des Umweltverbundes aus.

Volt

Ja. Wir setzen uns mit Nachdruck dafür ein, die im Dezember 2025 vorgestellten Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung zügig umzusetzen. Die detaillierte Simulation hat gezeigt, dass geschützte Radwege in weiten Teilen realisierbar sind, indem Verkehre klug verlagert (neue B3-Achse über Donnersbergring) und Ampelschaltungen optimiert werden.

Freie Wähler Darmstadt

Wie bereits erwähnt, ja!

Frage 12 – Heinrichstraße – Umsetzung beschlossener Radverkehrsanlage

Die Gelder des 4×4-Programms sind bis heute noch nicht komplett für Radverkehrsprojekte ausgegeben worden. Wie viel Geld investieren Sie in Zukunft pro Jahr in den Ausbau der Radwege?

CDU

Hier treffen politische Grundsatzbeschlüsse auf die Realität. Eine durchgängige in beiden Richtungen befahrbare Radverkehrsanlage auf der Heinrichstraße ist nur auf Teilstücken möglich. Die CDU unterstützt die Entwicklung von Konzepten auf Grundlage von Simulationen.

SPD

Wir halten die Maßnahme auf der Heinrichstraße nach wie vor für richtig. Hier zeigt sich, dass Darmstadt trotz mehrerer finaniziell sehr guter Jahre unter grün-schwarzer Verantwortung bereits einen Investitionsstau vor sich her schiebt. Diesen abzubauen ist angesichts der aktuell schwierigen Haushaltslage eine Herausforderung, der wir uns bewusst sind.

Die Grünen

Die Radverkehrsführung Heinrichstraße hat nach wie vor keinen Konsens in der aktuellen Koalition. Die beschlossene Prüfung von Alternativrouten ist ein Kompromiss, der unserer Meinung nach in einer guten Fahrradstraße zur Feinerschließung von Bessungen resultiert. Das Problem der fehlenden sicheren und direkten Ost-West-Verbindung wird dadurch nicht gelöst.
Daher werden wir uns zeitnah dafür einsetzen, dass das Projekt Heinrichstraße unter Berücksichtigung der vorgelegten Vorschläge wieder aufgenommen wird. Ein starkes Wahlergebnis hilft uns dabei.

FDP

Darmstadt hat nach wie vor kein durchgängiges sicheres Radwegenetz. Statt Hauptachsen zugunsten wenig benutzter Radwege zu Stauspuren zu machen, soll der Radverkehr auf sichere Nebenstrecken geleitet werden. So können Sicherheit, Flüssigkeit des Verkehrs und Akzeptanz bei allen Verkehrsteilnehmern gleichermaßen erhöht werden, ohne die Leistungsfähigkeit der Hauptachsen weiter einzuschränken.

Die Linke

Es braucht dringend eine gute Ost-West-Radverbindung südlich der Innenstadt um das Woogsviertel, die südliche Innenstadt und das nördliche Bessungen mit den wichtigen Zielen Hauptbahnhof, Hochschule und den Arbeitsplätzen im Westen von Darmstadt zu verbinden. Die optimale Lösung ist die Heinrichstraße, da sie als einzige Straße in dem Gebiet ungebrochen in Ost-West-Richtung verläuft. Die im letzten Jahr diskutierte Alternativlösung über den Herdweg ist dafür kein adäquater Ersatz, weil sie von den wichtigen Zielen wegführt und kann deshalb nur eine zusätzliche Fahradachse sein. Dementsprechend werden wir uns auch weiter für eine Radverkehrsanlage in der Heinrichstraße einsetzen.

Volt

Unser Ziel ist eine sichere und durchgängige Ost-West-Verbindung für den Radverkehr. Wir erkennen jedoch an, dass die bauliche Situation in der Heinrichstraße äußerst komplex ist und eine direkte Umsetzung dort seit Jahren stockt. Um nicht länger im Stillstand zu verharren, haben wir mit der Magistratsvorlage 2025/0026 einen pragmatischen Schritt vorangebracht: Wir lassen derzeit die „Herdwegroute“ (Hermannstraße/Herdweg/Theodor-Heuss-Straße/Inselstraße) als leistungsfähige, parallel verlaufende Fahrradstraße bzw. Radnebenroute prüfen. Diese Route bietet das Potenzial, zeitnah eine sichere Alternative zu schaffen, statt auf unbestimmte Zeit an den Engpässen der Heinrichstraße zu scheitern. Wir setzen uns dafür ein, die Ergebnisse dieser Prüfung konsequent und zügig umzusetzen, um die Lücke im Ost-West-Netz endlich zu schließen.

Freie Wähler Darmstadt

An dieser Stelle wird unsere Antwort etwas ausführlicher, da wir eine eigene Idee dazu haben. Dies betrifft auch die geplante Fahrradstraße über den Herdweg. Unsere Idee für eine lückenlose Ost-West-Radquerung mittels Fahrradstraßen sieht folgendermaßen aus. Statt des Herdwegs sollte man lieber die Kiesstraße zur Fahrradstraße machen. Da hier die Gefälle/Steigungen viel geringer sind als im Herdweg, würde sich eine größere Akzeptanz bei nichtmotorisierten Radfahrern finden. Ebenso würde man den Radverkehr von der Heinrichstraße wegbringen, die für einen zusätzlichen Radweg einfach zu schmal ist. Beginnen könnte man in der Roßdorfer Straße am Vivarium, die ausreichen breit ist. An der Inselstraße wechselt man in die zur Fahrradstraße umgebaute Kiesstraße, die bis zur Karlstraße führ. Derzeit noch keine Lösung haben wir für die Querung des Roßdorfer Platzes. Wenn Sie hier Ideen haben, sind wir gerne für Ratschläge offen. An der Karlstraße könnte man wiederum in die Hölgestraße, die ebenfalls zur Fahrradstraße ausgebaut werden kann. Nun kann man entweder über die bereits als Fahrradstraße funktionierende Wilhelminenstraße, oder am
Theater vorbei in die Sandstraße, die zur Heidelberger Straße führt. Hier geht nur ein Radweg, wegen der Tiefgaragenausfahrt.

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