Kidical Mass 2022

Sonntag, 15. Mai 2022 | 15:30 Uhr | Friedensplatz

Sonntag, 19. Juni | 15:30 Uhr | Karolinenplatz
Sonntag, 17. Juli | 15:30 Uhr | Karolinenplatz
Sonntag, 21. August | 15:30 Uhr | Karolinenplatz
Sonntag, 25. September | 15:30 Uhr | Karolinenplatz
Sonntag, 23. Oktober | 15:30 Uhr | Karolinenplatz

Wer ist dabei? Wir radeln wieder für gute Radwege, auch für Kinder! Aufgrund einer Messe ausnahmsweise ausgehend vom Friedensplatz fahren wir in gemächlichem Tempo eine Strecke von ca. 5 Kilometern quer durch Darmstadts Innenstadt. Kinder sind herzlich eingeladen, ihre Eltern und Großeltern mitzubringen. Am Ende lassen wir den Tag am Aktivspielplatz im Herrngarten ausklingen.

Die Versammlungsbehörde hat keine Auflagen zur Hygiene erlassen.

Die erste und letzte Veranstaltung ist Teil der bundesweiten Aktion Kinder aufs Rad. An diesem Wochenende demonstrieren wir in rund 140 Orten und mit 200 lokalen Aktionen.

Poster zur Kidical Mass 2022 in Darmstadt

Kidical Mass 2021

Sonntag, 19. September 2021 | 15:30 Uhr | Karolinenplatz

Wer ist dabei? Wir radeln wieder für gute Radwege, auch für Kinder!Ausgehend vom Karolinenplatz fahren wir in gemächlichem Tempo eine Strecke von ca. 5 Kilometern quer durch Darmstadts Innenstadt. Kinder sind herzlich eingeladen, ihre Eltern und Großeltern mitzubringen. Am Ende lassen wir den Tag am Aktivspielplatz im Herrngarten ausklingen.

Die Versammlungsbehörde hat eine Auflage zur Hygiene erlassen: Die Versammlungsteilnehmer tragen eine medizinische Maske. Das gilt nicht für Kinder unter 6 Jahren oder Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine medizinische Maske tragen können. Ein entsprechendes Attest ist mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen.

Die Veranstaltung ist Teil der bundesweiten Aktion Kinder aufs Rad. An diesem Wochenende demonstrieren wir in rund 140 Orten und mit 200 lokalen Aktionen.

Poster zur Kidical Mass 2021 in Darmstadt

Viel erreicht, viel zu tun!

Darmstadt verbessert viele Wege und macht die Straßen zum Radfahren 🚴‍♀️🚴‍♂️ deutlich sicherer und angenehmer. Das haben wir über ✍️ 11.000 Unterschriften, einem engagierten Team im Radentscheid und natürlich auch der 🏢 Stadtverwaltung zu verdanken, die auf unseren Druck hin neue Ziele, mehr Personal und ein 💶 größeres Budget durch die Politik bekommen hat.

Ein Plan von 34 Maßnahmen wurde beschlossen und 11 sind in Umsetzung/schon fertig. Darunter Abschnitte für den Radschnellweg nach Frankfurt, Verbesserungen auf der Heidelberger Straße, Landgraf-Georg-Straße, Teichhausstraße und dem Cityring. Es liegt aber auch noch ein ordentlicher Weg vor uns. Wie bleiben dran!

Was gefällt euch an den Verbesserungen? Schreibt es an die 📧 oberbuergermeister@darmstadt.de, damit wir mit Rückenwind den Rest angehen. ♥️🚲

Im aktuellen Echo-Artikel [€] gibt es eine Karte und Zahlen zum Modal Split. Aktuell legen wir mehr als 22 % aller Wege mir dem Fahrrad zurück. Bei 3,2 Wegen die man am Tag macht, entfallen so ca. 114 000 Fahrten in Darmstadt auf das Rad. Im Landesdurchschnitt sind es 8 %.

Im Blog von Darmstadt fährt Rad gibt es genaue Zahlen, Statistiken und Karten zum aktuellen Stand.

Umgestaltung Dieburger Straße ist Kompromiss

DARMSTADT Für den Radentscheid Darmstadt stellt die aktuelle Planung für die Dieburger Straße bereits einen Kompromiss dar. Für eine vorbildliche und sichere Führung des Radverkehrs wäre es erforderlich, dass alle Parkplätze entfallen oder auf dem umgeplanten Abschnitt Tempo 30 angeordnet wird.

In den letzten Tagen sorgt die Planung für eine Neuordnung der westlichen Dieburger Straße für Aufregung, weil dadurch ca. 50% der vorhandenen Parkplätze entfallen würden.

Die Dieburger Straße ist eine wichtige Fahrrad-Alltagsverbindung zwischen den östlichen Stadtteilen und dem Stadtzentrum, und eine wichtige Freizeit-Fahrradroute, welche Ziele wie das Gelände am Oberwaldhaus und die Grube Prinz von Hessen anbindet.

Die Stadt Darmstadt hat 2019 mit der Radstrategie beschlossen, alle Hauptstraßen mit einer Mindestausstattung an Radverkehrsanlagen zu versehen. Darüber hinaus will die Stadt ein Qualitätsnetz mit baulich getrennten Radwegen einrichten, auf denen auch Kinder, Senioren und Anfänger sicher Radfahren können. Die Anlage einer solchen, der Radstrategie der Stadt Darmstadt entsprechenden, Qualitätsroute auf der Dieburger Straße wäre möglich.

„Da Radfahrende momentan auf dem aktuellen Angebotsstreifen aufgrund der fehlenden Sicherheitstrennstreifen einem Unfallrisiko durch Dooring (Unfälle durch sich öffnende Autotüren) ausgesetzt sind, und der vorhandene Angebotsstreifen nach aktuellen Maßstäben unzulässig ist, akzeptieren wir die zur Diskussion stehende Planung als schmerzhaften Kompromiss“, erklärt Timm Schwendy von der Initiative Radentscheid.

Zukunftsweisend und den Klimazielen der Stadt Darmstadt entsprechend wäre eine baulich getrennte Radroute, die vor allem unsichereren Radfahrenden Sicherheit vermitteln würde. Auf Angebotsstreifen an Straßen, auf denen Tempo 50 gilt, fühlt sich die Mehrheit der Radfahrenden gefährdet. Daher werden diese Routen nur von erfahrenen Radfahrenden genutzt.

Darüber hinaus weist der Radentscheid darauf hin, dass bei der vorgeschlagenen Maßnahme immer noch risikoreiche Stellen bestehen bleiben werden. So ist die Sicht aus einigen Grundstückszufahrten nicht ausreichend, um herannahende Radfahrende bzw. Kfz zu sehen. Bis dicht an die Zufahrten heran geführte Parkplätze versperren die Sicht der Autofahrer*innen, die aus den Zufahrten auf die Fahrbahn einbiegen. Gemäß den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt) sind an Kreuzungen und Einmündungen in Abhängigkeit von der angeordneten Geschwindigkeit die Sichtfelder auf bevorrechtigte Fahrzeuge entsprechend freizuhalten. Bei den heute angeordneten 50 km/h werden die entsprechenden Sichtlängen an den Grundstückszufahrten nicht eingehalten.

Die vorgeschriebenen Sichtachsen reduzieren sich bei Tempo 30 um mehr als die Hälfte. Die Planung ist dahingehend zu überprüfen, ob ein allgemeines Tempolimit die Problemstellen entschärfen kann oder ob weitere Parkplätze aus Sicht der Verkehrssicherheit entfallen müssen.

Ein weiteres Problem der aktuellen Straßenraumaufteilung wird durch die geplante Neuaufteilung ebenfalls nicht gelöst. Die verbleibende Restfahrbahn für den Kfz-Verkehr ist mit 4,7 m bis 5,4 m immer noch so bemessen, dass Kfz beim Überholen von Radfahrenden nur dann den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5m einhalten können, wenn sie so weit in die Gegenfahrbahn ausweichen, dass ein Überholen bei gleichzeitigem Gegenverkehr praktisch ausgeschlossen ist. Weil die Markierungen ein Nebeneinander von “Radweg” und Fahrbahn suggerieren, wird In der Praxis dadurch häufig illegal, d.h. mit Unterschreiten des Sicherheitsmindestabstandes überholt. Auch hier würde ein Tempolimit von 30 km/h deutlich zur Entschärfung beitragen.

Fazit

Der Radentscheid Darmstadt akzeptiert die vorgeschlagene Planung, da sie die aktuell ungenügende Situation verbessert, unterstützt sie aber aus o.g. Gründen nicht. Um eine befriedigende bis gute Lösung zu erreichen, müssten deutlich mehr Parkplätze entfallen (Sichtlängen an Einmündungen / geschützte Führung). Der Radentscheid schlägt vor, die aktuelle Planung unverändert umzusetzen, und zusätzlich auf der Dieburger Strasse Tempo 30 anzuordnen. Hierdurch würden die o.g. Mängel der Planung ausgeglichen. Dies hätte auch den Vorteil, dass, ein Maximum an Parkplätzen für die Anwohner erhalten werden kann und gleichzeitig die Wohnsituation in der Dieburger Straße durch Minderung von Verkehrslärm und Emissionen verbessert wird.

Für Abstriche zu Lasten des Radverkehrs an der aktuellen Planung sieht der Radentscheid keinerlei Spielraum.


Sichtbeziehungen an Einmündungen und Zufahrten

Planungsausschnitt Stadt Darmstadt – Beispiel einer Einmündung mit der Straße Am Löwentor, mit dargestellter Sicht eines/r einbiegenden Autofahrer*in in die Dieburger Straße auf den bevorrechtigten Rad- und Autoverkehr

Planungsausschnitt Stadt Darmstadt – Beispiel einer Grundstückzufahrt, mit dargestellten mangelhaften Sichtbeziehungen.

Danke für 2020! Ein Jahresrückblick

2020 war ein bewegendes Jahr für den Radentscheid Darmstadt. Wir haben die Verkehrswende in Darmstadt unter Pandemiebedingungen weiter energisch vorangetrieben. 2020 stand ganz im Zeichen der Umsetzung unserer 2019 erstrittenen Radstrategie und stellte uns bei Aktionen vor die Herausforderung, ohne Infektionsrisiko zu demonstrieren. Wir setzten unseren Weg fort, der mit der Unterschriftensammlung im Jahr 2018 als dritter Radentscheid in Deutschland begonnen hat. Wir wissen über 11.282 Menschen hinter uns und sind seitdem im ständigen Austausch mit Stadt und Öffentlichkeit.

Die Landgraf-Georg-Straße hat 2020 einen breiten Radfahrstreifen erhalten, hier führt der Streifen hinter einem Überliegerplatz für Busse vorbei

Ein Großprojekt war die Landgraf-Georg-Straße, die aus der Innenstadt nach Osten führt. Die Stadt gestaltete die Verkehrssituation mit einem 2,40 m breiten und geschützten Radfahrstreifen dauerhaft um. Der Fußverkehr erhielt den alten 1,50 m breiten Radweg zusätzlich zum Gehweg.

Demonstration mit Maske und Abstand für einen geschützten Radweg auf dem Cityring

Nicht nur Unfallgefahren, auch Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus lassen sich mit mehr Abstand zu Radfahrenden eindämmen. Wir demonstrierten mit Masken und viel Abstand und zeigten bei drei Aktionen, wie einfach auf einer ungemütlichen Hauptstraße mehr Platz für sicheres Radfahren entsteht. Damit hatten wir Erfolg! Die Stadt legte ein Programm von Verkehrsversuchen auf. Mehrere Straßen erhielten mit gelben Markierungen und Leitschwellen in kurzer Zeit breite und geschützte Radfahrstreifen.

Verkehrsversuch setzt geschützten Radweg auf dem Cityring seit Ende 2020 um

Endlich hat der Cityring (Zeughausstraße/Bleichstraße), die Neckarstraße/Heidelberger Straße und die Kreuzung am Roßdörfer Platz eine geschützte Führung für den Radverkehr. Weitere Projekte folgen. Zusammen mit dem ADFC, der Stadt und der städtischen Verkehrsgesellschaft HEAG mobilo haben wir Werbung für unsere Kampagne zu mindestens 1,5 m Überholabstand auf den Stadtbussen angebracht.

Kampagne für mindestens 1,5 m Abstand beim Überholen auf den städtischen Bussen

Obendrein hat das Stadtparlament 2020 noch 34 große Maßnahmen als Arbeitsprogramm der Verwaltung für die nächsten Jahre beschlossen und die Umsetzung läuft bereits. Am Ende ist klar: Zivilgesellschaftliches Engagement lohnt sich und führt zu konstruktiven Lösungen, um null Verkehrstote und ein zukunftsfähiges Verkehrssystem zu erreichen, das alle sozialen Schichten einbindet und sich dabei langfristig klimaneutral abwickeln lässt.

Wir sagen Danke an alle, die an den Projekten mitgewirkt haben und starten motiviert in 2021. Es bleibt viel zu tun!

Kidical Mass zum Weltkindertag

Die Kidical Mass rollt am Sonntag, 20. September 2020 zum Weltkindertag wieder durch Darmstadt. Die Fahrraddemonstration für die ganze Familie macht darauf aufmerksam, dass gerade Kinder sichere Radwege brauchen, um selbstständig an ihre Ziele wie Schule, Freunde und Freizeitveranstaltungen zu kommen.

„Wir treffen uns am Sonntag, 20. September ab 15:30 Uhr auf dem Karolinenplatz und starten gemeinsam um 16:00 Uhr. Die Polizei sichert die Fahrraddemostration ab, zusätzlich setzen wir Ordner_innen ein“, erklärt Ingo Sauer, der die Demonstration für die Initiative Radentscheid angemeldet hat und selbst Vater zweier Kinder ist.

Gemeinsamer Start vom Karolinenplatz. Treffpunkt. Sonntag, 15:30 Uhr. Abfahrt: 16:00 Uhr

Dieses Jahr ist die Kidical Mass zum Weltkindertag und im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche eine Aktion, die in ganz Deutschland und darüber hinaus parallel stattfinden wird. In 95 Städten rufen 155 Bündnispartner_innen zu 105 Demonstrationen auf. „Die breite des Bündnisses macht deutlich, wie dringend die Verkehrswende überall notwendig ist. Sichere Radwege helfen allen Menschen von A nach B zu kommen und sind gerade mit Blick auf die Klimaziele dringend notwendig“, ordnet David Grünewald, ein und Sauer fügt hinzu: „Mehr Freiräume zum Bewegen und Fahrradfahren haben in Corona-Zeiten eine noch höhere Bedeutung bekommen“.

Hygienekonzept

Auch für die Kidical Mass gelten die bekannten Infektionsschutzmaßnahmen des Robert-Koch-Instituts. Erwachsene sind aufgerufen, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Das gilt auch für Kinder, sofern es ihnen altersbedingt schon möglich ist. Die Gruppe wird während der Fahrt Abstand zueinander einhalten und nur Familien, die auch sonst miteinander wohnen, können näher beieinander fahren. Desinfektionsmittel für Hände wird zu Verfügung gestellt. Es ist aber ratsam, eine Reisegröße für den persönlichen Gebrauch zu nutzen.

Frühere Fahrt der Kidical Mass, hier über die Frankfurter Straße

Darmstadt als Vorreiterin

Sowohl die Kidical Mass als auch die Radentscheid-Bewegung nahm ihren Ausgangspunkt mit in Darmstadt. Im Jahr 2018 war Darmstadt nach Bamberg und Berlin die dritte Stadt bundesweit, in der Unterschriften für einen Radentscheid gesammelt wurden. Die ersten Veranstaltungen unter dem Namen Kidical Mass wurden 2017 und 2018 in Berlin, Darmstadt, Stuttgart und Köln organisiert. Mittlerweile ist die Bewegung kräftig gewachsen und es werden Radentscheide in 39 Orten organisiert, die bis August 2020 gemeinsam über 746.675 Unterschriften gesammelt haben.

Hintergrundinformationen

  • 85 Prozent der Befragten in den Großstädten und 74 Prozent insgesamt würden Kinder nur mit schlechtem Gefühl allein Fahrradfahren lassen (ADFC-Fahrradklima-Test 2018)[1].
  • Dahingegen wünschen sich 92 Prozent der Kinder und Jugendlichen eine bessere Erreichbarkeit für Orte zum Draußenspielen, u.a. durch sichere Radwege (Deutsches Kinderhilfswerk, Kinderreport 2020,)[2].
  • Am sichersten fühlen sich (selbst) Erwachsene, wenn Rad- und Autoverkehr baulich voneinander getrennt sind (Der Tagesspiegel, Straßencheck 2020)[3].

[1] ADFC Bundesverband e.V.: Dossier zum Fahrradklima-Test 2018: https://www.adfc.de/dossier/dossier-zum-fahrradklima-test-2018/, Abruf 12.08.2020

[2] Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderreport Deutschland 2020, S. 25: https://www.dkhw.de/schwerpunkte/kinderrechte/kinderreport-2020-die-bedeutung-des-draussenspielens-fuer-kinder/; Abruf 12.08.2020

[3] Der Tagesspiegel: Straßencheck 2020: Solche Straßen will Berlin, 06.07.2020: https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/strassencheck-ergbnisse-diese-strassen-will-berlin/; Abruf 12.08.2020

Weitere Informationen zur bundesweite Aktion unter: kinderaufsrad.org

Forderungen von Klimaentscheid und Radentscheid miteinander vereinbar

DARMSTADT In einer gemeinsamen Pressemitteilung der grün-schwarzen-Koalition der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung wird behauptet, dass die Klimaentscheid-Forderung einer Umgestaltung von Hauptverkehrs- und Nebenstraßen gegen die Ergebnisse der Verhandlungen zwischen Stadt Darmstadt und der Initiative Radentscheid stehe.

Diese Behauptung ist falsch, das Gegenteil ist der Fall. Die Umgestaltung der Hauptverkehrsadern ist mit dem Ziel B2 und die der Nebenstraßen mit Ziel B5 sogar expliziter Teil der Radstrategie. „Die Ziele aus dem Mobilitätsbereich sind sehr gut mit den bisherigen Verhandlungsergebnissen vereinbar und würden die Ziele der Radstrategie und der Leitlinien Nahmobilität weiter stärken“, erläutert David Grünewald vom Radentscheid Darmstadt. „Einige der Ziele des Klimaentscheides mögen für die Stadtregierung zeitlich zu ambitioniert sein, inhaltlich finden diese unsere volle Unterstützung. Der Radentscheid steht den Zielen des Klimaentscheids nicht im Weg!“

Die Mitglieder des Radentscheids zeigen Unverständnis über den plumpen Versuch, die beiden Bürgerbegehren gegeneinander auszuspielen.

„Die Pressemitteilung der Regierungskoalition lässt auf Unkenntnis der Radstrategie und der Verhandlungsergebnisse des Radentscheids schließen. Wir hoffen, dass sich die Koalition mit den weiteren Themengebieten eingehender befasst hat als mit den Mobilitätszielen des Klimaentscheids“, so David Grünewald abschließend.

Zusatzinfos

Auszüge aus der städtischen Radstrategie

  • B2. Qualitätsoffensive Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen: Alle Hauptverkehrsstraßen werden nach Möglichkeit ERA-Konform gemäß B1 mit Radverkehrsanlagen ausgestattet. Darüber hinaus setzt die Wissenschaftsstadt Darmstadt auf die Entwicklung eines Qualitäts-Radnetzes. Im Qualitätsnetz sollen Radfahrende entlang von Hauptverkehrsstraßen auf eigenen Radverkehrsanlagen baulich getrennt vom Kfz-Verkehr und vom Fußverkehr geführt werden. Die Radverkehrsanlagen sollen so ausgestaltet sein, dass komfortabel überholt werden kann (Regelbreite bei Einrichtungsverkehr 2,30 Meter laut ERA 2010) und missbräuchliches Befahren und Halten durch Kfz-Verkehr verhindert wird.
  • B5. Qualitätsoffensive Nebennetz / Fahrradstraßen: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt überarbeitet das bestehende Konzept „Fahrradstraßen“ und schreibt es fort. Fahrradstraßen sollen ein positiver Beitrag für eine einladende Infrastruktur sein. Mit einer durchgehenden Fahrgassenbreite von 4 Metern sollen ein gesichertes Vorbeifahren am parkenden Kfz-Verkehr und ein komfortables Nebeneinanderfahren möglich sein. Auch im übrigen Nebennetz soll die Verbesserung des Radverkehrs gemäß den Regelwerken angewendet werden. Dies betrifft Punkte wie Querungshilfen, modale Filter, Sichtbeziehungen an den Knotenpunkten oder ausreichende Sicherheitsabstände zum parkenden Kfz-Verkehr (Autotürbreite).