Darmstadt, 10.03.2026
Parteien betonen die Bedeutung des Radverkehrs bei den Wahlprüfsteinen des Radentscheid Darmstadt – doch Vorschläge für konkrete Maßnahmen und verbindliche Investitionen bleiben großteils aus.
Die Antworten der Parteien auf Fragen zum Radverkehr zeigen ein klares Muster: Obwohl Radverkehr oft als wichtig betont wird, bleiben konkrete Maßnahmen, Prioritäten und verbindliche Investitionen vage. Viele Parteien verweisen auf knappe Haushaltsmittel oder auf die Verwaltung, statt klare politische Verantwortung für sichere Radwege, Abstellanlagen und konsequente Maßnahmen gegen Falschparken zu übernehmen.
Notwendig wären lückenlose Radwege, sichere Kreuzungen, ausreichende Abstellanlagen und ein Vorrang für Radfahrende an kritischen Stellen. Stattdessen setzen viele Parteien auf „intelligente Ampeln“, langfristige Planungen oder Maßnahmen, die nur schwer zeitnah umgesetzt werden können. Der Radverkehr bleibt so weiterhin hinter dem Autoverkehr zurückgestellt – obwohl Darmstadt seit Jahren einen klaren Investitionsbedarf im Umweltverbund hat.
Besonders problematisch ist die Situation auf zentralen Achsen wie der Kasinostraße oder der Heinrichstraße. Hier stockt der Ausbau sicherer Radwege trotz steigender Nutzung seit Jahren. Aussagen wie „es wird geprüft“ oder „die Verwaltung wird es richten“ zeigen deutlich, dass viele Parteien bei der Umsetzung versagen. Vision Zero, durchgängige Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen sowie eine echte Verkehrswende bleiben damit Absichtserklärungen.
Für den Radentscheid Darmstadt ist klar: Es braucht endlich eine Politik, die Radfahrende ernst nimmt – mit verbindlichen Plänen, klaren Prioritäten im Straßenraum und ausreichenden Mitteln. Radverkehr darf nicht länger nur Thema in Wahlprogrammen und Sonntagsreden sein.
Link zu den Wahlprüfsteinen:

